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Man kann sich fragen, ob eine Hundehalterin, ein Hundehalter nach vier Lektionen wirklich „sachkundig“ ist. Allerdings geht es nicht darum in dieser Zeit einen Hund zu erziehen. Vielmehr soll dem Zweibeiner gezeigt werden, wie er seinem Hund das Nötige für den Alltag beibringen kann, das heisst, wie er ihn tierschutz- und artgerecht behandelt, wie er ihm Sicherheit vermittelt, wie er ihn in heiklen Situationen führt, wie er ihn einschätzen lernt (den Hund “lesen”), wie er ihn artgerecht beschäftigt. “Der Kurs weckt Lust auf mehr“, sagte kürzlich eine Hundehalterin nach dem Praxiskurs, die einen älteren Hund übernommen und deshalb den Junghundekurs nicht besucht hatte. Genau das ist doch unser Ziel! Es gibt viele Hundebesitzerinnen und –besitzer, die schon seit vielen Jahren Hunde halten und deshalb nicht einsehen, warum sie diese vier Lektionen absolvieren müssen. Das ist verständlich. Doch auch von ihnen gab es viele, die Spass hatten am Kurs und anschliessend sogar bekannten, doch wieder Neues gelernt zu haben. Aus Sicht eines Menschen, der Hunde nicht mag oder sogar Angst vor ihnen hat, ist es verständlich, dass ein solcher Kurs verlangt wird. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist nachvollziehbar. Trotzdem wird es die totale Sicherheit nie geben. Beissunfälle – leider auch schwere – werden auch in Zukunft nicht völlig vermieden werden können. Es wird halt immer Leute am anderen Ende der Leine geben, die verantwortungslos sind und sich die falschen Hunde anschaffen.
Josua Conrad, Präsident Februar 2010
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